Performance + Gespräch Postkolonialismus Kolonialgeschichte Deutschland

Fr. 06.05.2016   20:00->Sophiensæle, Mitte

Tischgesellschaft mit Gast zu ‚Schädel X’

In den Kellern deutscher Universitäten und Museen lagern tausende Schädel aus den ehemaligen Kolonien, mit denen Wissenschaftler_innen „Rassenforschung“ betrieben - "Schädel X" behandelt das Erbe der deutschen Wissenschaft, als Irrfahrt zwischen Theater, Wissenschaft und Politik… Wir freuen uns auf eine lebhafte Diskussion in Anwesenheit von Mnyaka Sururu Mboro, der als Gastexpert vom Verein Berlin Postkolonial zur Tischgesellschaft geladen ist.

1 Ein Schädel bildet das Zentrum der Lecture Performance Schädel X, um den zwei biografische Geschichten kreisen. Foto: Julia Gechterhp2 Mnyaka Sururu Mboro, Berlin Postkolonial3 Suzanne Muller-Jaeschke, Freie Dramaturgin und Kulturmanagerin
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Nach der Vorstellung begrüßt Sie Suzanne Jaeschke im Foyer zu einem Publikumsgespräch. Zu Gast ist Mnyaka Sururu Mboro, seit 2007 Vorstandsmitglied und Bildungsreferent bei Berlin Postkolonial. Berlin Postkolonial ist ein kleiner Verein, in dem Nachfahren Kolonisierter und Kolonisierender ihre geteilte (auch im Sinne von unterschiedlicher) Geschichte gemeinsam aufarbeiten und dabei vor allem die Gegenwart des Kolonialismus vor Ort, d.h. im heutigen Berlin deutlich und sichtbar machen. Der Verein organisiert Stadtrundgänge durch das postkoloniale Berlin, Bildungsprojekte und erinnerungspolitische Kampagnen (zum Genozid in Namibia, zum Humboldt-Forum und zu Kolonialismus im öffentlichen Raum).

Die Tickets (13/8€) für die Aufführung sind an der Theaterkasse erhältlich. Die Teilnahme an der Tischgesellschaft ist kostenlos.

Karten-Telefon: 030/ 28 35 26 6

wann: Fr. 06.05.2016   20:00

wo: Sophiensæle
Sophienstraße 18, Mitte, 10178 Berlin (Auf Stadtplan zeigen.)

Über den Veranstaltungsort:

Die Sophiensæle

Die Sophiensæle sind einer der wichtigsten Produktions- und Spielorte für freies Theater im deutschsprachigen Raum. KünstlerInnen aus der Berliner, sowie aus der nationalen und internationalen Szene werden aufgrund ihrer künstlerischen Konzepte, Fragestellungen und Arbeitsansätze eingeladen, ihre Arbeiten hier zu produzieren und zu präsentieren. Theater, Tanz, Performance, Musik, Bildende Kunst und diskursive Formate ergänzen sich gleichberechtigt im Programm und treten in einen produktiven Dialog.

www.sophiensaele.com

Über das Stück:

Schädel X

In den Kellern deutscher Universitäten und Museen lagern tausende Schädel aus den ehemaligen Kolonien, mit denen Wissenschaftler_innen „Rassenforschung“ betrieben. Ein Schädel bildet auch das Zentrum der Lecture Performance Schädel X, um den zwei biografische Geschichten kreisen. Sie führen von Tansania und Deutschland über Archive, Konsulate, Schlachtfelder und Labore ins Innerste des eigenen Schädels. Eine (post-) koloniale Irrfahrt zwischen Wissenschaft, Politik und Theater!

Über die Mitwirkenden:

FLINN WORKS

FLINN WORKS wurde unter dem Namen Flinntheater 1992 in Kassel gegründet. Seit 2007 bilden Sophia Stepf und Lisa Stepf das Kernteam und produzieren gemeinsam mit unterschiedlichen Musiker_innen, Schauspieler_innen und Performer_innen in kleinen, professionellen Teams multiperspektivische Stücke zur globalisierten Welt, zuletzt Songs of the T-shirt und Shilpa - The Indian Singer App. 2016 beschäftigt sich FLINN WORKS in mehreren Projekten (The Maji Maji Project, Schädel X) mit der deutschen Kolonialvergangenheit.

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