Tanz + Einführung Fremdheit Empathie

Do. 23.04.2015   18:30->Sophiensæle, Mitte

Tanzscout-Einführung zu ISAAC AND AHMED, A PEACE PIECE

Isaac Spencer und Ahmed Soura: zwei Tänzer mit unterschiedlichen Weltbildern und Erfahrungen, ein scheinbar perfektes Gegenpaar, werden in einen choreografischen Schau-Kampf geschickt. Was muss man vom anderen wissen, um ihn zu verstehen? Vor der Vorstellung lädt eine Einführung die Zuschauer an, sich dem Thema der „kinästhetischen Empathie“ zu nähern.

1 Amelie Mallmann, Tanzscout Berlin
1

Was muss man vom anderen wissen, um ihn zu verstehen? Die Einführung beschäftigt sich mit der Frage, wie wir Empathie entwickeln können, ohne den anderen oder die andere zu kennen. Nähe und Distanz, Beobachtung und Berührung, Konfrontation und Nachahmung – wir testen Bewegungsansätze, die unser Einfühlungsvermögen auf die Probe stellen. Die Einführung lädt alle Interessierten ein, sich gedanklich und in Bewegung dem Thema der „kinästhetischen Empathie“ zu nähern und einen Einblick in die Konzeption des Stückes zu bekommen.

Die Tickets (8/13€) für die Aufführung sind an der Theaterkasse erhältlich. Die Teilnahme an der Einführung kostet 5€, Anmeldung unter www.sophiensaele.com oder Tel.: (0) 30 83 52 66.

Ablauf:
18:30-19:30 Einführung 
20:00 Aufführung 

Karten-Telefon: 030/ 28 35 26 6

wann: Do. 23.04.2015   18:30

wo: Sophiensæle
Sophienstraße 18, Mitte, 10178 Berlin (Auf Stadtplan zeigen.)

Über den Veranstaltungsort:

die Sophiensæle

Die Sophiensæle sind einer der wichtigsten Produktions- und Spielorte für freies Theater im deutschsprachigen Raum. KünstlerInnen aus der Berliner, sowie aus der nationalen und internationalen Szene werden aufgrund ihrer künstlerischen Konzepte, Fragestellungen und Arbeitsansätze eingeladen, ihre Arbeiten hier zu produzieren und zu präsentieren. Theater, Tanz, Performance, Musik, Bildende Kunst und diskursive Formate ergänzen sich gleichberechtigt im Programm und treten in einen produktiven Dialog. 

www.sophiensaele.com   

Über das Stück:

Isaac und Ahmed

Isaac und Ahmed – zwei Namen, die Miss- und Unverständnis oder gar Konflikt vermuten lassen. Isaac Spencer und Ahmed Soura, zwei Tänzer mit unterschiedlichen Weltbildern und Erfahrungen, geprägt von verschiedenen Religionen, Hautfarben und Ausbildungen, treffen aufeinander. Sie kennen einander nicht, sie sind sich fremd, sie stehen zu den Vorurteilen, die sie dem jeweils Anderen entgegenbringen. Was will man glauben, was kann man wissen vom „Fremden“? Helfen sprachbasierte Verstehensbemühungen überhaupt weiter – oder muss man einander tatsächlich anfassen, um den Anderen im wahrsten Sinne des Wortes zu begreifen? Dieses augenscheinlich perfekte Gegensatzpaar wird in einen choreografischen Schau-Kampf geschickt. Für den Versuch einer Annäherung stehen ihnen Körper, Stimmen, eigene Wahrheiten und schillernde Behauptungen zur Verfügung.

Über die Choreografin:

Anna Melnikova

Für die in Russland geborene Berliner Choreografin Anna Melnikova ist kinästhetische Empathie ein wichtiges Stichwort der choreografisch und theatral gedachten „Friedenssuche“ für zwei denkbar verschieden sozialisierte und ausgebildete Ausnahmetänzer. Anna Melnikova studierte Bühnentanz in Moskau und Choreografie an der Hochschule für Schauspielkunst Ernst Busch in Berlin. Seit 2006 zeigt sie in Berlin sowie international eigene choreografische Arbeiten, 2013 wurde sie vom Jahrbuch tanz zu den Hoffnungs-trägerInnen gezählt. Sie war künstlerische Mitarbeiterin von Laurent Chétouane und studiert seit Oktober 2014 im Master Musiktheaterregie an der Berliner Musikhochschule Hanns Eisler. Isaac and Ahmed ist ihre erste Zusammenarbeit mit den Tänzern Ahmed Soura und Isaac Spencer, die dafür erstmals aufeinandertreffen.

1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12
page-ts-all100