Tanz + Gespräch Kurzlebigkeit des menschlichen Daseins Innehalten

Fr. 04.12.2015   20:00->HALLE TANZBÜHNE BERLIN , Prenzlauer Berg

Publikumsgespräch mit der cie. toula limnaios zu 'minute papillon'

"minute papillon" (=frz., etwa: „halte einen Moment inne“) ist ein Stück über Zeit und die Kurzlebigkeit unseres menschlichen Daseins sowie den Wunsch nach mehr Leichtigkeit und Glück. Verweilen Sie im Anschluss doch zu einem Publikumsgespräch!

1 „Wenn jeder Mensch glücklich ist, dann wird es auch keine Zeit mehr geben, weil sie dann gar nicht mehr gebraucht werden wird. Man wird sie nirgends verstecken. Die Zeit ist schließlich kein Ding, sondern eine Idee. Sie wird im Verstand verlöschen.“ (Dostojewskij) Foto: cyan2 Suzanne Muller-Jaeschke, Freie Dramaturgin und Kulturmanagerin
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Die französische Redensart „minute papillon“ als „halte einen Moment inne“ übersetzt, drückt den Wunsch nach Leichtigkeit, unsere Suche nach Glück und die Kurzlebigkeit unseres Zyklus als Mensch aus. Die neue Produktion der cie. toula limnaios ist ein Stück über die Zeit - unabdingbar und somit mit jeder Existenz verbunden... Die tänzerische Umsetzung dieser Redensart kann nach der Vorstellung mit der Choreografin Toula Limnaios, dem Komponisten Ralf R. Ollertz und den Tänzern unter der Moderation von Suzanne Jaeschke diskutiert werden.

Die Tickets (10/18€) für die Aufführung sind an der Theaterkasse erhältlich. Die Teilnahme an dem Gespräch ist kostenlos, zur besseren Planung freuen wir uns über Ihre Anmeldung unter reservierung(at)theaterscoutings-berlin.de.

Natürlich sind auch spontane BesucherInnen herzlich willkommen, allerdings ohne Kartengarantie für die Vorstellung.

Ablauf:

20:00 Vorstellung
im Anschluss an die Vorstellung: Gespräch
Fragen? Die Personen mit den pinken Theaterscoutings-Buttons sind vor Ort für Sie da.

Karten-Telefon: 030/ 440 44 292
Karten per E-Mail: ticket(at)halle-tanz-berlin.de

wann: Fr. 04.12.2015   20:00

wo: HALLE TANZBÜHNE BERLIN
Eberswalder Strasse 10-11, Prenzlauer Berg, 10437 Berlin (Auf Stadtplan zeigen.)

Über den Veranstaltungsort:

HALLE TANZBÜHNE BERLIN

Direkt im Prenzlauer Berg im Kastanienhof einer ehemaligen Polizeistation gelegen, verfügt der über hundert Jahre alte, ornamentierte Backsteinbau ebenso durch seine Lage, wie auch Architektur über einen ganz eigenen Reiz: Ein Theater, das “so verwunschen morbide wirkt, als hätte Christoph Marthaler hier eines seiner Bühnenbilder stehen lassen.“ (Berliner Morgenpost, C. Klementz). 2000 gründete die cie. toula limnaios in dem unter Denkmalschutz stehenden Gebäude ihr Produktionszentrum, das seitdem auch zahlreichen anderen Gruppen und Choreographen als Arbeitsort dient. Seitdem hat sich die Spielstätte zu einem international vernetzten Produktionshaus mit multifunktionaler Bühne etabliert. (Quelle: Dance Germany)

www.halle-tanz-berlin.de   

Über das Stück:

minute papillon

Die neue Premiere der cie. toula limnaios ist ein Stück über Zeit. Sie ist unabdingbar und somit mit jeder Existenz verbunden. Im Zeitalter einer erschöpften Gesellschaft sind wir Driftende, surfen durch die Welle des Lebens, in Tempowahn und Zeitnot. Die französische Redensart „minute papillon“ als „halte einen Moment inne“ übersetzt, drückt den Wunsch nach Leichtigkeit, unsere Suche nach Glück und die Kurzlebigkeit unseres Zyklus als Mensch aus. Die Geschichten davor, dazwischen und danach, die Sehnsucht, dass alles so bleibt oder sich alles verändert, verkörpern die Tänzer – zugleich wie ein Fluss und Ufer, ein Fundament und eine Last. Über ihnen wie Chronos auf einem Turm, schaufelt ein Mann unablässig Erde hinunter, unter ihnen Flecken von wachsendem Gras. In „minute papillon“ entstehen Schicht um Schicht Passagen zwischen dem Ablauf und der Endlosigkeit der Zeit, Perspektiven ihrer widersprüchlichen Züge: Magie und Unbeugbarkeit, Menschlichkeit und Unwürdigkeit, Irrealität und Unentrinnbarkeit.

Über die Mitwirkenden:

cie. toula limnaios

Die heute zu einer der erfolgreichsten Ensembles für zeitgenössischen Tanz in Deutschland zählende cie. toula limnaios, wurde 1996 von der Choreographin und Interpretin Toula Limnaios und dem Komponisten Ralf R. Ollertz gegründet. 2001 wurde sie mit einem Förderpreis des “Meeting Neuer Tanz“ ausgezeichnet, und 2012 mit dem george tabori preis. "Mit ihren existentialistischen Tiefenbohrungen hat sich die Künstlerin eine Ausnahmestellung in der deutschen Tanzszene erworben. Dabei bestechen ihre Stücke immer durch ihre ausgeklügelte visuelle Ästhetik. Auf Auslandstourneen wird sie als Berliner Vorzeige-Ensemble gefeiert." (Tagesspiegel, S. Luzina)

www.toula.de  

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