Theater + offene Probe Kinder von Inhaftierten

Sa. 28.05.2016   14:00->FEZ-Berlin Astrid-Lindgren-Bühne, Oberschöneweide

PAF Special: Offene Probe – Theater als Intervention: Applied Theatre

Die offene Probe bietet einen Einblick in die Arbeit des Künstlerkollektivs „multicultural city“, das sich in ihrem dokumentarischen Theaterprojekt „Mitbestraft“ mit der Lebenssituation der Kinder inhaftierter Eltern auseinandersetzt.

1 „Multicultural city“ sucht künstlerische Auseinandersetzung mit der Lebenssituation von sozialen Randgruppen, Benachteiligten und Minderheiten.2 Nathalie Frank, Modulleitung Theaterscoutings
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Zentrales Ziel dieses Projektes ist es, Kindern von Inhaftierten eine Stimme zu verleihen und einen Perspektivenwechsel auf diese Kinder anzuregen. Das dokumentarische Theaterprojekt versteht sich dabei als eine Aufklärungskampagne um eine unsichtbare Gruppe in das Bewusstsein der Gesellschaft zu rufen, ihr eine Stimme zu verleihen und ihr Aufmerksamkeit in der Öffentlichkeit und Politik zu verschaffen. Wie die Künstler von „multicultural city“ das komplexe Thema mit theatralen Mitteln bearbeiten, kann im Anschluss an die offene Probe diskutiert werden.

Das Stück wird im Rahmen des Performing Arts Festivals gezeigt.
Informationen zu den Tickets (4€) sind auf der Webseite des Festivals zu finden. 
Die Teilnahme an der Gesprächsrunde ist kostenlos. Zur besseren Planung freuen wir uns über ihre Anmeldungen unter reservierung(at)theaterscoutings-berlin.de.  

Ablauf
14:00 Uhr Offene Probe 
im Anschluss an die Probe: Gesprächsrunde

wann: Sa. 28.05.2016   14:00

wo: FEZ-Berlin Astrid-Lindgren-Bühne
Straße zum FEZ 2, Oberschöneweide, 12459 Berlin (Auf Stadtplan zeigen.)

Über den Veranstaltungsort:

FEZ-Berlin Astrid-Lindgren-Bühne

Das FEZ-Berlin ist Europas größtes gemeinnütziges Kinder-, Jugend- und Familienzentrum. Es bietet kreatives Spiel, Spaß und Erholung und vereint in seinem Programm Abenteuer, Bildung und Spaß. Einzigartig sind die inhaltlichen Angebote zu den Schwerpunkten Globales Lernen und Bildung zur Nachhaltigen Entwicklung, Europa- und Internationale Bildung sowie kulturelle Bildung. Die Astrid-Lindgren-Bühne bietet mit ihren 559 Plätzen ein interessantes Theaterprogramm für Kinder und Familien. Im Alice - Museum für Kinder sind Berühren und Berührt-Werden ausdrücklich erwünscht. Mit einer ungewöhnlichen Architektur zeigt sich das Orbital-Raumfahrtzentrum. Es orientiert sich an der Internationalen Raumstation (ISS). Hier werden Raumfahrt, ihre Faszination und ihr gesellschaftlicher Nutzen erlebbar. Schwimm- und Mehrzweckhalle, Konzertsäle, Kino und attraktive Spielplätze laden ein zum Ausprobieren und Mitmachen.

www.fez-berlin.de 

Über das Projekt:

Mitbestraft

Es wird geschätzt, dass 100.000 Kinder in Deutschland davon betroffen sind, dass Vater oder Mutter inhaftiert sind. Wenn der Umstand der Inhaftierung bekannt wird, werden die Kinder oftmals mitstigmatisiert. Die extremen Nachteile, die jungen Menschen mit inhaftierten Eltern erleben und somit ihr besonderer Bedarf an Unterstützung, werden weder in Deutschland noch in anderen europäischen Ländern wirklich erkannt. Erst 2014 wurde die erste und bis jetzt einzige Studie zu ihrer Situation und den Risiken für die psychische Gesundheit durchgeführt. Die Thematisierung und Aufarbeitung dieses vernachlässigten Tabuthemas in der Kunst hat bis jetzt nicht stattgefunden. Nicht nur in Deutschland, sondern auch in anderen europäischen Ländern ist diese Problematik in der Kunst bis heute nicht existent. 

Über die Mitwirkenden:

multicultural city

„multicultural city“ ist ein Künstlerkollektiv, das von Monika Dobrowlanska in September 2012 gegründet wurde. Wir suchen künstlerische Auseinandersetzung mit der Lebenssituation von sozialen Randgruppen, Benachteiligten und Minderheiten. Wir lassen uns inspirieren von dem Standort Berlin als multikultureller Weltmetropole. Wir behaupten, dass unterschiedliche Religionen, Hautfarben und Weltanschauungen zu Deutschland gehören. Wir erforschen und entwickeln experimentelle Bühnenformen, die aus der Begegnung verschiedener Kulturen und Künste resultieren. Wir bieten eine Plattform, die Künstlern aus Ost- und Westeuropa und außereuropäischem Ausland eine Arbeitsbegegnung ermöglicht. Besonderer Schwerpunkt liegt darauf sich über politische Barrieren hinwegzusetzen und Künstler aus politisch isolierten Ländern in den gemeinsamen Prozess zu integrieren. Die erste Premiere von multicultural city „Displaced Women“ fand am 23.05.2013 am Maxim Gorki Theater statt.

www.multiculturalcity.eu 

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