Online-Performance + Online-Audiodeskription und Audioeinführung für blinde und sehbehinderte Menschen Mark Fisher Popkultur Kapitalismuskritik

Mo. 30.11. 19:15->Sophiensæle, Mitte

Online-Audiodeskription zur Online-Performance 'It's All Forgotten Now - A Performative Mixtape For Mark Fisher' (Datum tbc)

Tanz trifft Musik, Film, Video und Spoken-Word: Das Stück ist eine performative Hommage an Mark Fisher. Über drahtlose Kopfhörer ist für blinde und sehbehinderte Besucher*innen live eine Beschreibung der visuellen Vorgänge auf der Bühne zu hören. In der Audioeinführung werden Bühnenraum, Performer*innen und Kostüme beschrieben und Hintergrundinformationen vermittelt.

1 Foto © Gabrielle Fiore
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Regelmäßig bieten die Sophiensæle zu ausgewählten Vorstellungen Audiodeskriptionen an, um diese für blinde und sehbehinderte Menschen zugänglich zu machen. Tastführungen bieten wir aufgrund des geltenden Sophiensaele Covid-19 Hygieneschutzkonzepts zurzeit nicht an. Stattdessen wird es eine Audioeinführung vor der Vorstellung geben. In der Audiodeskription über drahtlose Kopfhörer während der Vorstellung werden die Vorgänge auf der Bühne beschrieben. Darüber wird blinden Personen und Menschen mit Sehbehinderung der Zugang zu den visuellen Elementen eines Stückes ermöglicht: Geschildert werden u.a. Bewegung, Gesten, Mimik, Bühnenbild, Kostüme und Requisiten. Die Audiodeskription wird von Xenia Taniko Dwertmann gegeben. Termin + Infos zur Online-Audiodeskription folgen in Kürze.

Das Video der Performance wird mit Audiodeskription On Demand verfügbar sein. 

Weitere Infos und Termine folgen. 

Aktuelle Informationen sind auf der Website der Sophiensaele zu finden:

https://sophiensaele.com/de/stueck/company-christoph-winkler-it-s-all-forgotten-now

 

 

wann: Mo. 30.11. 19:15

wo: Sophiensæle
Sophienstraße 18, Mitte, 10178 Berlin (Auf Stadtplan zeigen.)

Über den Veranstaltungsort

Sophiensæle-Online

Die Sophiensæle sind einer der wichtigsten Produktions- und Spielorte für freies Theater im deutschsprachigen Raum. Künstler*innen aus der Berliner, sowie aus der nationalen und internationalen Szene werden aufgrund ihrer künstlerischen Konzepte, Fragestellungen und Arbeitsansätze eingeladen, ihre Arbeiten hier zu produzieren und zu präsentieren. Theater, Tanz, Performance, Musik, Bildende Kunst und diskursive Formate ergänzen sich gleichberechtigt im Programm und treten in einen produktiven Dialog. 

Über das Tanzstück

'It's All Forgotten Now - A Performative Mixtape For Mark Fisher'

Tanz trifft Musik, Film, Video und Spoken-Word: Eine performative Hommage an Mark Fisher. Der britische Kulturwissenschaftler und Poptheoretiker Mark Fisher prägte mit seinem legendären Blog "K-Punk" eine ganze Generation von popaffinen Kapitalismuskritiker*innen. In seinen Texten über wenig bekannte Musik, zeitgenössische Filme und Bücher attestierte er der Gesellschaft ein kulturelles Erschöpfungssyndrom und kritisierte die weitverbreitete Auffassung, es gäbe keine Alternative mehr zur kapitalistischen Realität: Das Ende der Welt kann man sich vorstellen, das Ende des Kapitalismus nicht?

Knapp drei Jahre nach Mark Fishers Suizid 2017 nähert sich die Company Christoph Winkler einigen Konzepten seiner Theorie an, die sich nicht nur politisch, sondern auch ästhetisch ausdrücken: Beispielsweise die „Hauntology“, also Ideen und Theorien, die die Gegenwart wie Geister aus der Vergangenheit heimsuchen, oder „the Weird & the Eerie“, das Seltsame, das jedoch nicht mit dem Schrecklichen zu verwechseln ist. Mit einem performativen Mixtape aus Musik, Film, Tanz, Video und Spoken-Word-Texten, u. a. von Mark Fisher selbst, schafft die Kompanie eine Hommage an einen der größten popkulturellen Gegenwartsdiagnostiker unserer Zeit.

Über den Choreografen

Christoph Winkler

Christoph Winkler erarbeitete seit 1998 als freischaffender Künstler mehr als 78 Tanzstücke und gilt als einer der vielseitigsten Choreografen Deutschlands. 2014 gewann Das Wahre Gesicht den FAUST Preis des Deutschen Bühnenvereins in der Kategorie Beste Choreografie. 2016 wurde Aloalii Tapu als Bester Tänzer für die Christoph-Winkler-Produktion Urban Sou Café ausgezeichnet. 2020 wurde Christoph Winkler eine George Tabori Auszeichnung verliehen. Seine Arbeit umfasst ein weites Spektrum von Formaten und reicht von sehr persönlichen bis zu politischen Themen. Seit 2009 realisiert er Arbeiten an den Sophiensælen, u.a. das Tanzfonds Erbe-Projekt Abendliche Tänze (2014) und Golden Stars on blue - a sonic Tableau (2015). 2016 kuratierte er in Zusammenarbeit mit den Sophiensælen das Witch Dance Project. Im selben Jahr zeigte er Five Studies On Post-Colonialism (2016) und zuletzt das Projekt Speak Boldly - The Julius Eastman Dance Project (2018).

http://christoph-winkler.com/ 

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