Theater + Einführung + Gespräch Flüchtlingskinder Autobiografie Menschenrechte

Sa. 13.12.2014   18:30->TAK Theater im Aufbau Haus, Kreuzberg

Einführung und Podiumsdiskussion zu Endstation 175 - Ein Theaterprojekt mit unbegleiteten Flüchtlingen

Jugendliche Flüchtlinge reflektieren ihre Situation auf der Bühne – eine Einführung sowie eine Podiumsdiskussion zum Thema Asyl und Aufenthaltsrechte komplettieren diesen Abend.

1 In Deutschland sind junge Flüchtlinge nur bis zu ihrem 18. Geburtstag vor der Abschiebung in ihr Herkunftsland geschützt. Foto: Annette Jonak2 Stefan Schroer, Theater Arbeit Duisburg
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Vor der Vorstellung gibt Stefan Schroer, einer der Leiter des Projekts, eine kurze Einführung in die Arbeitsweise der Theaterarbeit Duisburg mit Laien, in diesem Fall den jugendlichen Flüchtlingen. Im Anschluss an die Vorstellung ist das Publikum eingeladen, sich an einer Podiumsdiskussion zum Thema Asyl und Aufenthaltsrechte für unbegleitete Flüchtlinge zu beteiligen.

NEU! Die Tickets (8/13 € - für Flüchtlinge frei) inkl. der kostenlosen Teilnahme an der Einführung sowie der Podiumsdiskussion können Sie nun auch direkt über Theaterscoutings reservieren! Schreiben Sie einfach ein Email mit der gewünschten Anzahl an Tickets an anmeldung(at)theaterscoutings-berlin.de.
Natürlich sind auch spontane BesucherInnen herzlich willkommen, allerdings ohne Kartengarantie für die Vorstellung.

Ablauf:
18:30 Einführung von Stefan Schroer
19:00 Vorstellung 
im Anschluss an die Vorstellung: Publikumsgespräch zum Thema Asyl/ Aufenthaltsrechte für unbegleitete Flüchtlinge

Fragen? Die Personen mit den pinken Theaterscoutings-Buttons sind vor Ort für Sie da. 

Karten-Telefon: 030/ 343 912 91
Karten per E-Mail: karten(at)tak-berlin.de

wann: Sa. 13.12.2014   18:30

wo: TAK Theater im Aufbau Haus
Prinzenstrasse 85 F, Kreuzberg, 10969 Berlin (Auf Stadtplan zeigen.)

Über den Veranstaltungsort:

das TAK Theater im Aufbau Haus

Das TAK versteht sich als ein Ort der Begegnung, offen für Ideen, kühne Visionen, Austausch und Kontroversen. In dem für 100-200 Zuschauer ausgerichteten Bühnenraum findet ein reges Programm aus Theater, Konzerten & Lesungen statt. Das Programm spannt den Bogen zwischen szenischen Umsetzungen literarischer Vorlagen, hin zu neuen Formen unterhaltsamer Abende.
Das TAK fungiert ebenfalls als „Spielort“ der Mieter im Aufbau Haus. Der im Haus ansässige Aufbau Verlag präsentiert monatliche Lesungen und greift aktuelle Themen unserer Zeit und Neuerscheinungen aus dem Verlagsprogramm auf.

www.tak-berlin.de 

Über das Stück:

Endstation 175

Im Jugendwohnheim Zeppelinstraße in Duisburg leben seit 3 Jahren unbegleitete Flüchtlinge: Jugendliche aus Afghanistan, Algerien, Eritrea, als Kinder allein aus ihrer Heimat geflohen, aus der sie existentielle Not vertrieb. Hier leben sie nun, lernen die deutsche Sprache, besuchen die Schule, arbeiten, beginnen ein Leben in neuer Heimat – erstmals als Menschen mit Rechten, erstmals sicher vor Folter und Tod. Doch vor Abschiebung in ihr Herkunftsland sind sie nur geschützt, solange sie noch Kinder sind. Zu ihrem 18. Geburtstag erhalten sie keinen Führerschein, sondern eine Vorladung zum Gericht, vor dem sie individuell beweisen müssen, dass ihnen in ihrer Heimat Gewalt angetan wurde und im Falle ihrer Rückkehr dorthin weiter droht.In Rom gibt es die Buslinie 175. Ihre Endstation ist ein Refugium der in dieser Stadt gestrandeten jugendlichen Flüchtlinge. Sie kommen von überall her. Alle wollen sie weiterziehen an Orte endgültigen Asyls. Dazwischen leben sie  hier, jede/r für sich, alle gemeinsam. Wie nun in Duisburg. Für die hier Angekommenen ist es ihr Asyl, an sich ist es noch keines.

Über die Mitwirkenden:

Theater Arbeit Duisburg

Das Stück wurde in gemeinsamer improvisierender Arbeit erschaffen. Es stellt den gerichtlich erzwungenen Rechtfertigungsdiskursen die z.T. unaussprechlichen Wahrheiten der betroffenen Menschen entgegen. Und die Jugendlichen machen sich selbst erkennbar: als Schutzbedürftige, doch vor allem als unbedingt zu achtende Individuen, als souveräne Menschen, unantastbar in ihrer Würde.Von und mit: Abbas Ali, Dominik Fanslau, Emal Ahmadi, Gabriel Godulla, Gerrit Claus, Ghezal Baghlani, Jasmin Wolter, Michelle HoffmeisterLeitung: Annika Weitershagen, Harald Schulte, Laila Baghlani, Stefan Schroer

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