Internationale Gesprächsreihe + Performance-Streamings DIGITAL statt Abwarten soziale Nähe digitaler Juni

Fr. 12.06.2020   22:00
Sa. 13.06.2020   22:00
->Theater Aufbau Kreuzberg, Mitte

Digitale internationale Gesprächsreihe FERNKONtakT - LONG DISTANCE CONtakT

Das tak lädt ein, unser distanzüberwindendes Gespräch mit den Zeitgenoss*innen zu verfolgen - von Berlin/Bochum aus nach Istanbul, Sevilla, Bukarest, an geschlossene Europäische und Afrikanische Landesgrenzen und neuentstandene Orte der Solidarität, und dann immer weiter.

1 Der KONtakT besteht über die Distanz multilateral weiter und verstärkt - zu sagen gibt es viel, und wahrzunehmen und zu teilen - digital.
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Wie erleben wir gerade die Gegenwart? Wie erleben wir uns jetzt, mit mehr (oder weniger) Ruhe für Reflexion der Vergangenheit und als Agent*innen der Zukunft? Das tak Theater Aufbau Kreuzberg hält mit der internationalen Gesprächsreihe KONtakT mit Künstler*innen u.a. aus der Türkei, aus Spanien, Rumänien, Italien, Libanon, Palästina, Kamerun, Madagaskar und Finnland. Die Künstler*innen, die sonst auf der Bühne des Theater präsent wären, sprechen über ihre Kunst sowie aktuelle gesellschaftlichen Geschehnisse in ihren Regionen. In Juni geht es nach Rumänien, Madagaskar und Kamerun.

 

Freitag, 12. Juni 2020, 22 Uhr "FERNKONtakT / LONG DISTANCE CONtakT - #5 - Anna Popa, Sfantu Gheorghe, Transylvania, Romania“: https://tak-berlin.de/spielplan/2020-06-12-220000-fernkontakt-long-distance-contakt-5

 

Samstag, 13. Juni 2020, 22 Uhr "FERNKONtakT - LONG DISTANCE CONtakT #4 - Njara Rasolomanana (Madagscar), Zora Snake (Cameroon)“: https://tak-berlin.de/spielplan/2020-06-13-220000-fernkontakt-long-distance-contakt-4

 

 

Mehr Info unter: 

tak-berlin.de  

https://www.facebook.com/TAKBerlin 

https://vimeo.com/403055791  

Karten-Telefon: 030 - 505 67 000
Karten per E-Mail: info(at)tak-berlin.de

wann: Fr. 12.06.2020   22:00
Sa. 13.06.2020   22:00

wo: Theater Aufbau Kreuzberg
Prinzenstraße 85 F, Mitte, 10969 Berlin

Über den Veranstaltungsort

TAK Theater im Aufbau Kreuzberg

Das TAK versteht sich als ein Ort der Begegnung, offen für Ideen, kühne Visionen, Austausch und Kontroversen. In dem für 100-200 Zuschauer ausgerichteten Bühnenraum findet ein reges Programm aus Theater, Konzerten & Lesungen statt. Das Programm spannt den Bogen zwischen szenischen Umsetzungen literarischer Vorlagen, hin zu neuen Formen unterhaltsamer Abende.
Das TAK fungiert ebenfalls als „Spielort“ der Mieter im Aufbau Haus. Der im Haus ansässige Aufbau Verlag präsentiert monatliche Lesungen und greift aktuelle Themen unserer Zeit und Neuerscheinungen aus dem Verlagsprogramm auf.

www.tak-berlin.de  

Über die internationale Gesprächsreihe

FERNKONtakT - LONG DISTANCE CONtakT

Intermission. Pausa. Récreation. A lua o pauzā. Waqfa. Auch das tak Theater Aufbau Kreuzberg ehrt die Pause. Und doch braucht dieser Zustand aktive Beobachtung und Dokumentation. Das tak hätte in diesen Monaten ein Festival, Labore, Kooperationen und andere Vorstellungen von und mit Künstler*innen u.a. aus der Türkei, aus Spanien, Rumänien, Italien, Kamerun, Madagaskar und Finnland auf der Bühne präsentiert. Der KONtakT besteht über die Distanz sogar verstärkt und zu sagen gibt es viel, und wahrzunehmen und zu teilen - digital.Das tak lädt nun ein, unser distanzüberwindendes Gespräch mit den Zeitgenoss*innen zu verfolgen. Wie erleben alle die Gegenwart? Wie erleben wir uns jetzt, mit Ruhe für Reflexion der Vergangenheit und als Agent*innen der Zukunft? Wie lässt sich das sortieren mit der plötzlichen Möglichkeit für einen konzentrierten Draufblick? Die gemeinsamen Betrachtungen werden sich filtern lassen in imaginierte und realisierte Veränderungen, an all unseren Orten - aber welche?

 

 

 

 

 

Über die Künstler*innen

Anna Popa, Njara Rasolomanana, Zora Snake

Dass Anna Popa eine hochkarätige Institution mit Elan, Intuition und umwerfender Effizienz führt, wird nach zwei Minuten Gespräch deutlich. Sie tut dies in Sfantu Gehorghe, einer wunderschönen Stadt in einer Region Rumäniens, die zu 70% ungarischsprachig ist und in der viele Minderheiten leben, darunter eine bedeutende Roma-Komponente. Das Festival RomAtak wird - hoffentlich - im September eine ihrer Produktionen zeigen: "Von Menschen und Kartoffeln" - der die Aufmerksamkeit auf einen schrecklichen Unfall innerhalb der Roma-Gemeinschaft und die soziale (Nicht-)Reaktion darauf lenkt, beispielhaft für einen allgemeinen Status quo, der geändert werden muss. Bis das Theater seine Kunst wieder ausüben kann, finden sie dort innovative Wege, um mit ihrem Publikum in Kontakt zu bleiben und die Geschichten zu erzählen, an die sie glauben.

Njara Rasolomanana aus Madagskar und Zora Snake aus Kamerun sind Tänzer, Choreographen und Macher. Sie haben je ihr eigenes Festival gegründet, bilden Strukturen für Tanz, Performance und Musik in ihren Ländern, kooperieren miteinander, mit vielen anderen und seit zehn Jahren auch mit dem kainkollektiv - einem Teil der Kollektiven Künstlerischen Leitung des tak. Wegen der Reisebeschränkungen sitzen beide seit Mitte März in Europa fest. Von Helsinki und Brüssel aus sprechen sie mit uns über ihr verändertes Leben und ihre Arbeitspläne, über den Hunger auf der Welt, das Schicksal der fliehenden Menschen, die Abhängigkeit afrikanischer Staaten von Frankreich, das Verhältnis von Europa und Afrika überhaupt - sowie darüber, daß Kamerun seine Bürger*innen nicht einreisen läßt und daß der Präsident Madagaskars eine Medizin gegen den Corona-Virus entwickelt hat, dem aber die westliche Welt mißtraut. Nichts kann diese beiden aufhalten, auch diese absurde und niederschmetternde Situation nicht, aus ihnen spricht die Hoffnung für ‘ein besseres Morgen’.

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